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These 19-20

Die Thesen 19 bis 20 betreffen den Zwischenbuchhandel.

Ich denke der Zwischenbuchhandel – insgesamt die Barsortimente – sind am besten auf den Strukturwandel vorbereitet und können dabei auch den Buchhandel unterstützen (meine Erfahrung aus fast 20 Jahren Zusammenarbeit mit einem Barsortiment).

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These 18

These 18: Die Kundengruppe der Studenten geht den Fachbuchhandlungen als Käufer auch des allgemeinen Buchsortiments verloren.

Aha, also keine Fachbuchhandlung – sondern eine Buchhandlung mit Vollsortiment – Fachbuch und allgemeines Sortiment ?? D.h. – der Student geht der Buchhandlung allgemein als Käufer verloren. Ist das wirklich so? Dann betrifft das aber eben das Printprodukt!

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These 17

These 17: Das Lehrbuchvolumen wird radikal zurück gehen.

Welche Begründung gibt es für diese These. Ist hier wirklich nur das Lehrbuch oder auch das Schulbuch (als Unterkategorie des Lehrbuches) gemeint? In den neunziger Jahren (?) gabe es eine Studie der Bertelsmann-Stiftung, die nachgewiesen hat, dass bei Einführung von persönlichem Computern für jeden Schüler und gleichzeitiger Bereitstellung von elektronischen Medien für die Ausbildung auch die Nutzung der Bibliothek wesentlich anstieg!

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These 16

These 16: Das Fachbuch im allgemeinen Sortiment, die Fachbuchhandlung und die Campus-Buchhandlung werden größtenteils verschwinden.

Warum sollte die Fachbuchhandlung größtenteils verschwinden – vielleicht muss sie nur ihr Profil erweitern bzw. verändern. Vielleicht muss sie neben Print andere Medien verstärkt in den Mittelpunkt rücken und nennt sich dann vielleicht auch nicht mehr “Buchhandlung”!

 

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These 14 und 15

These14: Das Rechnungsgeschäft und die zugehörigen Deckungsbeiträge werden bei den meisten Sortimentsbuchändlern verschwinden.

These 15: Das Schulbuchgeschäft und die dazugehörigen Deckungsbeiträge  werden bei den meisten Buchhändlern verschwinden. Das Volumen wird zurückgehen und sich auf spezialisierte Händler konzentrieren, die Print und Elektronik paralell anbieten können.

Warum wir nun hier der Begriff Deckungsbeitrag zusätzlich ins Spiel gebracht – Umsatzrückgang würde doch eindeutig genügen! Warum einmal Sortimentsbuchhändler und einmal nur Buchhändler? Spezialisierte Händler gibt es schon und dies wird auch für das Rechnungsgeschäft noch stärker so werden. Es gibt genügend Ansatzpunkte um das Rechnungsgeschäft für Spezialisten einigermaßen stabil zu halten – auch bei verschiedenen Medienformen (Print, E-Book u.ä.). Grundlage dafür ist aber auch, dass der Buchändler angemessene Rabatte vom Verlag für sein “Vermittlungsgeschäft” erhält! Die Betonung liegt hier auf angemessenen Rabatten – die die Überlebensfähigkeit des Sortimentes sichern. Hier ist Arbeit des Börsenvereins mit den Verlagen und Zwischebuchhandel notwendig – wenn die Preisbindung erhalten werden soll!

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These 13

These 13: Der Sortimentsbuchhandel muss neue Flächenkonzepte entwickeln.

Richtig, aber nur wenn sich auch das Sortiment ändert.

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These 12

These 12: Der Sortimentsbuchhandel muss die durch Umsatzrückgang frei werdenden Fläche durch neue Produkte auffüllen.

Diese These ist in dieser Formulierung wohl haltlos! An anderer Stelle wird festgestellt, dass in den Warengruppen 1 bis 5 kein wesentlicher Rückgang zu verzeichnen sein wird – wieso entstehen da freie Flächen in diesen Buchhandlungen. Auch  ein allgemeiner Umsatzrückgang braucht noch lange nicht frei werdende Fläche zu bedeuten. Das besagen z.B. auch Erfahrungen aus dem Pressebereich. Wenn schon, dann mit anderen Produkten.  Allgemein zieht sich in diesen Thesen durch, dass immer von einem Vollsortiment ausgegangen wird – das haben doch aber nur die Ketten!

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These 11

These 11: Verlage müssen Know How zu Konzeption, Produktion und Vermarktung von multimedialem Paid-Content aufbauen.

Tun sie das nicht schon? Bei den Presseverlagen sind doch Ergebnisse schon deutlich sichtbar.  Aber die These hat auf alle Fälle Bedeutung für kleinere regionale Verlage, bei denen es in dieser Richtung sicherlich auch viele “Nischen” gibt! Insbesondere die Bereitstellung von Verlagserzeugnissen in Print- und elektronischer Form!

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These 10

10. Die Entwicklung elektronischer Angebote im Bereich Bildungs- und Fachmedien muss voran getrieben werden.

Das kann aber nicht Aufgabe des klassischen Buchhandels sein. Hier gehören viel mehr dazu – angefangen von den Pädagogen bis hin zum Softwarentwickler! Auch die Schulbuchverlage sind als herkömmlicher Verlag dazu sicherlich nicht in der Lage!

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