Artikel aus der Sächsischen Zeitung vom 15.09.2011 mit Kommentaren
“Bernd Weist ist aufgebracht. „Hatte die Stadt nicht vorige Woche angekündigt, dass die Blockhausbrücke erst nächste Woche gesperrt werden soll?“, fragt der SZ-Leser am Telefon. „Und wenn, dann auch nur in eine Richtung“, fährt er fort.
Gestern Vormittag aber stand Bernd Weist mit seinem Wagen plötzlich vor einem Verbotsschild. Am Vormittag – und wie war die Situation am morgen – Berufsverekehr? Und den Autofahrern auf der anderen Seite der Brücke ging es genauso: Vollsperrung. „Ja, wir haben die Brücke von Dienstagmorgen bis gestern, 14 Uhr, voll gesperrt“, bestätigt Torsten Tschage, städtischer Amtsleiter für Tiefbau und Grünflächen.
Na, das hat ja dann wohl jeder gemerkt, der dort langfahren wollte! Nacheilende Information!!?? – Dafür hat man halt in Görlitz Spezialisten!
Die ausführende Firma SKS habe einen Antrag gestellt, die Arbeiten vorzuziehen. Tschage begründet das damit, dass die Firma auch andere Aufgaben zu erledigen hat und in dieser Woche mehr Zeit für die Blockhausbrücke hatte als in der nächsten Woche.
Ach so – die Stadt stimmt also Anträgen von Dienstleistern/Firmen einfach zu! Die Bürger können ja sehen wie sie damit klar kommen! Prima, dass die Firma SKS allerhand zu tun hat. Macht die Stadt auch mal die Verwaltung nach 18.00 Uhr auf, wenn ein Bürger sonst allerhand zu tun hat?!
Auch für die unerwartete Vollsperrung nennt Tschage eine Begründung. Gestern und vorgestern mussten zur Einengung der Fahrbahn Leitplanken aus Stahl aufgestellt werden. Um die Baustelle zu sichern, sei eine Vollsperrung nötig gewesen. „Die Teile müssen auf der Fahrbahn verdübelt und verschraubt werden, sodass die Sicherheit bei fließendem Verkehr nicht zu gewährleisten war“, so Tschage.
Und das war wohl Herrn Tschage vollkommen unbekannt? Quasi ist er überrrascht worden liebe Mitbürger! Kann er ja auch in so einer Funktion nicht wissen!
Seit gestern Nachmittag ist die Brücke wieder geöffnet – als Einbahnstraße stadtauswärts. Genau so hatte es die Verwaltung vorige Woche auch angekündigt. Grund für die Einschränkung ist der Zustand der Brücke: Das Bauwerk ist so marode, dass es dem Verkehr nicht mehr standhält und in den nächsten Jahren durch einen Neubau ersetzt werden muss.
Für Bernd Weist ist das freilich nur ein schwacher Trost. „Warum kann die Stadt ihre Bürger nicht exakt informieren?“, fragt er sich.
Nein, Herr Weist, Sie dürfen nicht sich fragen, sondern Herrn Tschage oder vielleicht auch den OB! Ob Sie eine Antwort erhalten, ist allerdings fraglich – vielleicht ist keine Zeit im Rathaus, weil man sich etwas Neues ausdenkt um Chaos für die Bürger in Görlitz zu erzeugen!
Oder ist das ganze vielleicht nur ein Vorabartikel der Sächsischen Zeitung zum 01. April 2012??
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